Einige der Bestandteile des Computers wurden bereits genannt. Die Netzwerkkameras bestehen jedoch noch
aus viel mehr technischen Details. Sie verfügen gezwungenermaßen über digitale
Ein- wie Ausgabekanäle wobei die Eingabekanäle beispielsweise an die alarmgebenden
Sensoren (bspw. Bewegungssensoren) angeschlossen sein können. Je nach ihrer Einstellung reagiert
die IP Kamera dann auf die Auslösung des jeweiligen Sensors.
Die integrierte Festplatte der IP Kameras ermöglicht es die aufgenommenen Bilder auch intern
abzuspeichern. Bei entsprechender Komprimierung der Bilddaten würde beispielsweise ein ganzer
Monat an Bildmaterial auf eine Festplatte mit 20GB Speicherplatz passen. Doch es ist nicht nötig
die Aufzeichnung durchgehend laufen zu lassen. Durch die Möglichkeit die Netzwerkkamera an
verschiedene Sensoren anzuschließen, kann diese - falls gewünscht - auch nur dann Bilder aufzeichnen
wenn der jeweilige Sensor ausgelöst wurde.
Noch vergleichsweise neu ist die Einbindung von VOIP-Funktionen in die Funktionsweise der
IP Kameras. Wird dann der jeweilige Sensor, an den die Netzwerkkamera angeschlossen ist,
ausgelöst, schickt die Kamera an eine festgelegte Handynummer beispielsweise eine SMS.
Der Besitzer hat nun die Möglichkeit sich die Bilder der Kamera an einem Rechner anzeigen
zu lassen und ggf. selbst zu agieren. Seine Stimme wird über VOIP direkt an den Ort der
Kamera übertragen.
Diese Funktionsweise macht deutlich warum sich IP Kameras vor allem als Überwachungskameras
vorzüglich eigenen. Die Breite ihrer Funktionsmöglichkeiten sowie die Einsparungen an Kosten
und Wartungsarbeiten verschaffen ihnen einen deutlichen Vorteil hinsichtlich der analogen
Videokameras. Doch auch für Werbezwecke können die IP Kameras sehr gut genutzt werden um
beispielsweise den Fortschritt einer Baustelle ins Internet zu übertragen und so Interessenten
und Investoren anzulocken.
Aufbau einer Netzwerkkamera